Tipps und Tricks

Fliegenbecher mehrfach verwenden

 
Müllberge ohne Ende, Flüsse und Meere voll mit Plastikmüll!
Beim Anblick dieser Bilder habe ich ein schlechtes Gewissen bekommen, weil ich bis dato jede Woche 10 Plastikbecher von meinen Fliegenzuchten weggeworfen habe!

Aber, warum sollte man die Becher eigentlich nicht wieder ausspülen können und sie mehrfach verwenden? Zusammen mit meinem Vereinsfreund Siegfried, mit dem ich jede Woche meine Fliegenzuchten im Verein mache, spülen wir seit dem unsere Becher.

Die halbe Serviette, die uns als Deckel dient kommt mit der Holzwolle und dem restlichen Brei in den Kompost- oder Biomüll. Die Becher werden über Nacht mit Wasser ineinander gestapelt eingeweicht und können dann leicht mit Bürste oder Schwamm gereinigt werden.

Das Ganze kann man etliche Male machen ohne das ein Becher dabei kaputt geht.
Wichtig ist allerdings, dass die Becher aus Polypropxlen (PP) sind, nicht aus Polystyrol (PS). Letztere sind zu spröde und brechen sehr leicht.

Natürlich rettet man mit dieser Aktion nicht die Welt, aber es beruhigt das Gewissen und ist vielleicht ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.
Außerdem spart es immerhin die Kosten für 520 Becher im Jahr und das bei einem Aufwand von wenigen Minuten pro Woche...
Fliegenbecher spülen

Fliegenbecher spülen

Fliegenbecher
Fliegenbecher
Fliegenbecher


Herstellung von Fliegenködern

 
Bisher habe ich als Fliegenköder oftmals Bananen- oder andere Fruchtstücke verwendet. Diese locken die nicht sofort gefressenen Fliegen an und dienen ihnen so noch einige Zeit als Futterquelle. Leider neigen alle Früchte mehr oder weniger schnell zu Verschimmeln und müssen nach kurzer Zeit ausgetauscht werden. Außerdem haben sie nur die den Früchten eigene, natürliche Konzentration an Vitaminen, Calcium usw., taugen also nur begrenzt zum sogenannten "gut loading", bei dem man gerne höhere Konzetrationen der Inhaltsstoffe in die Futtertiere hineinbekommen würde.
Aus diesem Grunde habe ich ein paar Versuche gemacht und dabei eine Kombination aus Lockstoff und "Vitaminbombe" gefunden, die sich bei mir sehr gut bewährt hat. Bei dem Rezept kommt man durch die Kombination von extrem hoher Zuckerkonzentration und niedrigem pH-Wert ohne Konservierungsmittel aus. Schimmelbildung hatte ich damit im Terrarium noch nie.

Hier das Rezept:


Zutaten:
- 100 mL Apfelessig
- 100 g Zucker
- 2-3 Multivitamintabletten
- 1 g Agar-Agar
- 1-2 Teelöffel Vitaminpulver nach Bedarf

Die Vitamintabletten werden im Essig aufgelöst, danach werden die anderen Zutaten eingerührt. Keine Panik, wenn sich nicht alles gleich auflöst, das passiert erst beim Aufkochen! Dieses passiert am besten in der Mikrowelle. Dabei sollte man immer im Wechsel ca. 15 Sekunden erhitzen und dann umrühren, so lange, bis es einmal richtig siedet, ansonsten löst sich der Agar nicht auf und die Masse wird hinterher nicht fest. Das Gefäß in der Mikrowelle abdecken, das erspart einem die Grundreinigung. Dann nochmal gründlich umrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
Jetzt kann man alles in kleine Behälter gießen, die man hinterher ins Terrarium legen möchte. Ich benutze dafür Schraubdeckel von Getränkeflaschen.
Die Köder können sehr gut im Kühlschrank aufbewahrt werden. Um sie vor dem Austrocknen zu schützen, sollten sie in einer Plastiktüte oder einem verschlossenen Behälter aufbewahrt werden.

Ohne Agar erhält man eine viskose Flüssigkeit, die man sehr gut in die Fliegenzuchtbecher geben kann. Dadurch erzielt man ein "gut loading" schon direkt in der Zucht.
Fliegenköder Material

Fliegenköder
   


Erfahrungen mit Ceresit CR 65

Die Beschichtung von Terrarien-Rückwänden und -Seitenwänden ist ein wichtiges Thema in unserem Hobby. Besondere Bedeutung hat sie bei uns Froschhaltern, weil die Beschichtung da nicht nur ansprechend aussehen, sondern auch noch möglichst viel Feuchtigkeit speichern soll um ein gutes Pflanzenwachstum zu gewährleisten und zu einem feuchten Klima im Regenwaldterrarium beitragen soll.

Ich habe in meinen vielen Jahren der Froschhaltung glaube ich so ziemlich alles ausprobiert, was der Markt und die Natur hergibt: Mexifarn bzw. Xaxim, Latex-Torf-Gemisch, Kork, Silikon mit Torf beschichtet, Epoxid- und Polyesterharz und so weiter und so fort…

Irgendwann habe ich dann den ersten Versuch mit Ceresit CR 65, einer lebensmittelechten Dichtschlämme gewagt und war sofort davon überzeugt. Dieses Material haftet ohne weitere Vorbereitungen direkt auf Glas! Die Dichtschlämme muss zur verarbeitung sehr dünnflüssig angerührt werden, so dass sie noch gießfähig ist. Je nach Farbvorstellung kann man noch Abtönfarbe während des Anmischens hinzugeben. Ich bevorzuge für meine zwecke braune Abtönfarbe. Danach wird die Mischung auf die zu beschichtende Scheibe gekippt, wozu man das Terrarium natürlich auf die Rück- bzw. Seitenscheibe legen muss, die beschichtet werden soll. Ich gebe immer nur so viel Dichtschlämme auf die Scheibe, bis die Schichtdicke ca. 2-3 mm ist. Dann lässt man Torf, Xaximpulver o.ä. Materialien in die flüssige Dichtschlämme rieseln und klopft sie vorsichtig noch etwas ein. Nach ca. 24 Stunden kann man den überschüssigen Torf abfegen oder absaugen und die nächste Seite des Terrariums bearbeiten.
Fazit: nach Mexifarn ist die Dichtschlämme meiner Meinung nach die beste Möglichkeit der Rückwandgestaltung!

- sehr preiswert- hält direkt dauerhaft auf Glas, auch unter Wasser. Selbst nach Jahren bekommt man es nicht vom Glas gelöst.
- je nach Materialien, die man in die Dichtschlämme rieseln lässt, hält sie mehr oder weniger gut die Feuchtigkeit, so dass man nicht nur Regenwaldterrarien damit einrichten kann, sondern auch Trockenterrarien etc.
- man kann sehr natürlich wirkende Dekorationen damit hinbekommen.
Ceresit Aquaterrarium

Ceresit Aquaterrarium

Ceresit Paludarium

Vergleich von Vitaminpräparaten  (KLICK für vergrößerte Darstellung)

Vergleich Vitaminpulver

 

Verstopfte Sprühdüsen entkalken

Es kommt immer mal wieder vor, dass die Düsen der Sprühanlage verstopfen. In 99 % der Fälle liegt das am Kalk im Sprühwasser. Der Trofpen, der nach jedem Sprühen an der Düse hängen bleibt, trocknet ein und lässt den Kalk zurück. Diese Verkalkungen entfernt man am besten mit Amidosulfonsäure. Die greift, im Gegensatz zu Essig- oder Zitronensäure, keine Metalle an, so dass man die Düse komplett mit der Verschraubung darin versenken kann. Darum ist diese Säure auch am besten zur Entkalkung von Kaffeemaschinen und Waserkochern geeignet, sie greift die Heizstäbe etc. nicht an. Einfach Amidosülfonsäure in heißes Wasser geben und die Düsen über Nacht einlegen. Amidosulfonsäure gibt es z.B. in Internetaktionshäusern sehr günstig.  

Wenn eine einfache Entkalkung nicht den gewünschen Erfolg bringt, bleibt einem nur noch die Möglichkeit, die Düsen auseinanderzunehmen und die einzelnen Bauteile getrennt zu reinigen.
Dazu braucht man lediglich eine passende Holzschraube, eine Spritze mit einem kurzen Stück Schlauch und etwas Küchenpapier.

Man geht bei dem Auseinanderbauen der Düse folgendermaßen vor:

- bei "Non Drop" Düsen erst den  grünen Tropfstopp herausziehen. Dazu hebelt man diesen mit der Schraube oder einem anderen dünnen Gegenstand heraus.

- dann dreht man das Gewinde der Schraube in das weiße Innenteil der Düse und zieht dieses kräftig heraus.

- jetzt können alle Teile nochmal entkalkt oder einzeln gereinigt werden. Man sollte auf keinen Fall die Innenseiten des Düsenkörpers und die Außenseiten des weißen Innenteils verkratzen. Das die Bohrung des Innenteils durch die Schraube vermackelt wird, ist egal, aber die anderen Flächen sollten unbeschädigt bleiben.

- zum Zusammenbauen der Düse steckt man das Innenteil bis zum Anschlag wieder in den Düsenkörper. Falls man eine "Non drop" Düse hat, baut man natürlich auch wieder Feder, Kugel und das grüne Gehäuse des Tropfstoppers ein.

- mit einer Spritze kann jetzt Wasser durch die Düse gepresst werden um zu überprüfen, ob die Reinigung erolgreich war. Damit die Spritze stramm in die Düse passt, muss man über den Anschluss noch einen passenden Schlauch schieben (dünner Silikonschlauch oder Luftschlauch aus der Aquaristik etc.).
90 % der verstopften Düsen lassen sich so wieder flott machen.



Test der gereinigten Düse mit einer Spritze. Über den Anschluss der Spritze muss ein dünner Schlauch gezogen werden, damit sie stramm in die Düse passt.

Erster Schritt: Entkalken der kompletten Düsen:
Düsen entkalken

Aufbau einer TEFEN-Düse: TEFEN Düse mit Innenleben

Mit einer passenden schraube lässt sich das Innenteil heraus ziehen:

TEFEN Düse

Reinigung mit Küchenpapier etc.


Pflanzen mit Sekundenkleber befestigen

sekundenkleber1
sekundenkleber2
Rankpflanzen, Moose und sogar Bromelien, Tillandsien oder Orchideen lassen sich sehr gut mit Sekundenkleber an Rückwänden, Ästen oder anderen Dekorationsgegenständen befestigen.
Der auf Cyanacrylat basierende Sekundenkleber härtet durch chemische Reaktion mit Wasser (genauer gesagt den OH-Ionen im Wasser) aus, je feuchter die Klebeflächen also sind, desto besser und schneller klebt er.
Das klappt sogar unter Wasser, ist also auch für Aquarianer interessant! Viele Aquascaper kleben so schon lange ihre Pflanzen an die Dekowurzeln.
 
Man sollte möglichst einen Sekundenkleber in Gelform nehmen, der verläuft nicht so schnell. Unterschiede zwischen Markenprodukten oder den viel billigeren Klebern aus Postenbörse oder 1-Euro-Shop habe ich nicht festgestellt.
Zum Befestigen der Ranken gibt man einen Tropfen des Klebers an die gewünschte Stelle und drückt dann mit einem Gegenstand (damit der Finger nicht festklebt) die Ranke an. Dann befeuchtet man die Stelle mit Wasser und wartet einige Sekunden. Fertig!
Der ausgehärtete Kleber schadet weder Pflanzen noch Tieren.















Klapptür mit Silikonscharnier

Als Alternative zu Schiebescheiben hat sich bei mir eine Klappfrontscheibe sehr gut bewährt. Da die käuflichen Scharniere aus Metall aber nicht dauerhaft auf Glas zu verkleben sind, benutze ich stattdessen ein selbstgebautes Silikonscharnier. Das hat neben der sehr guten Haltbarkeit noch weitere Vorteile: eine bessere Optik im Vergleich zu Metallscharnieren und die Frontscheiben können dadurch sehr dicht gebaut werden.

Hier die Bauanleitung:

Schritt 1 Schritt 2Zuerst reinigt man die Scheiben gründlich mit Spiritus oder Glasreiniger. Danach klebt man einen Klebestreifen (Tesafilm hat sich am besten bewährt) von innen an die Seitenscheibe und die Klapptür.
Die Lücke zwischen den beiden Scheiben sollte gleichmäßig über die ganze Höhe ca. 5 mm breit sein. Das gilt für 4 mm dicke Scheiben, bei dickerem Glas muß die Lücke entsprechend größer sein.
Der Klebestreifen dient erstens dazu, die Klapptür fixieren, solange das Silikon noch nicht fest ist und soll zweitens ein Austreten des Silikions in das Terrarieninnere beim Klebevorgang verhindern. Dann klappt man die Tür zu und fixiert sie mit weiteren Klebestreifen so, wie sie später im geschlossenen Zustand sein soll.


Jetzt klebt man noch von außen an die Kanten von Klapp- und Seitenscheibe zwei Streifen Tesa, die verhindern sollen, dass die Scheiben beim Verkleben mit Silikon verschmutzt werden.
Nun kann man das Silikon in die Lücke drücken. Dabei ist zu beachten, dass keine Luftblasen entstehen und das die Kanten komplett mit Silikon verklebt werden. Hat man das geschafft, pinselt man die Naht mit einer Spülmittellösung ein und streift das überschüssige Silikon von außen mit einem Spachtel oder ähnlichem ab. Nachdem dann die 2 Klebestreifen vorsichtig abgezogen wurden, muß das Silikon mindestens 24 Stunden abhärten. Danach kann man sie öffnen und den inneren Klebestreifen entfernen.
Wichtig ist noch, dass gutes Silikon verwendet wird, z. B. Perenator Aquariensilikon o. ä.


Nachträglicher Einbau von überläufen in Terrarien

Der nachträgliche Einbau eines über- bzw. Ablaufes ins Terrarium kann ohne größere Probleme mit Hilfe eines Glasbohrers und Silikonschlauch bewerkstelligt werden. Dazu legt man das Terrarium zuerst trocken und bohrt dann vorsichtig von außen an einer günstigen Stelle ein Loch in das Glas. In dieses Loch klebt man den Silikonschlauch und verbindet ihn mit dem Abwassersystem. Wichtig dabei ist allerdings, dass man einen vernünftigen Diamantkernbohrer benutzt und das die Bohrstelle während der Arbeit mit Wasser gekühlt wird (z. B. mit einer Blumenspritze). Weiterhin sollte man über den Bohrer ein rundes Stück Styrodur, Kork o. ä. schieben, damit man beim Durchstoßen des Loches die Scheibe mit dem Bohrfutter nicht gleich wieder zerdeppert. Hat man das Loch unfallfrei gebohrt, reinigt man das Glas und den Silikonschlauch mit Spiritus und klebt ihn mit Silikon ein, ergibt eine nahezu unlösbare Verbindung und kostet nicht viel Geld.


Kippsichere Fliegenentnahme

Wer kennt das nicht: man hat gerade die mühsam gezüchteten Drosophilas aus den Zuchtbechern in einen Behälter geschüttelt oder gekloppft, da fällt einem dieser Behälter um und alle Fliegen sind auf dem Fußboden. Bis man dann den Staubsauger geholt hat, sind die Fliegen in alle Himmelsrichtungen davon gelaufen.
Mit einem Trichter, den man durch einen Schaumgummistopfen gesteckt hat, passiert das nicht mehr. Diesen Deckel benutzt man um sein "Erntegefäß" zu verschließen. Das Gefäß kann ab jetzt ruhig umfallen, die Fliegen bleiben drin. Der Trichter sollte von unten noch durch ein Stück Schlauch gesichert werden, so dass er nicht aus dem Schaumgummistopfen rutschen kann siehe Fotos:


Heizkabel unter der Frontlüftung

Heizkabel uinter der Frontlüftung lassen sich prima in einem U-Profil verstecken. Das Profil (20x20 mm aus Aluminium oder Edelstahl) wird mit der Öffnung nach innen auf 2 Glasstücke geklebt, die wiederum innen an der Seitenscheibe kleben. Dadurch gewinnt man mehr Stabilität. Das Heizkabel kann dann in dem Profil versteckt werden, indem es eingeklebt oder mit kurzen Schlauchstücken eingequetscht wird (siehe Skizze).
 



Heizkabel


© Thomas Schäffer